Serse53 hat geschrieben:
Na, so schlecht läuft der Klassik-Markt nicht. Man braucht nur die wirklich guten Labels anschauen wie Harmonia mundi France oder Hyperion - da läuft das Geschäft wie geschmiert, allerdings denken diese Firmen auch langfristig. Da müssen sich die Kosten für eine CD oder einen Künstler nicht innerhalb von 6 Monaten amortisieren...
Ich hoffe, du hast recht. Was bei den kleineren Firmen vor allem wegfällt, ist das kostenintensive Marketing. Da setzt man dann zurecht auf die Kenntnis der Klassikliebhaber, denen man eine gute Violinistin nicht erst mittels Glamour-Photoshootings als 'wichtig' verkaufen muß. Und natürlich fällt im Klassik-Bereich auch das illegale Downloaden weitestgehend weg, schon allein aus klanglichen Gründen. Dennoch muß ich sagen, daß ich schon sehr lange keine Klassik-CD (im engeren Sinne) mehr zum Hochpreis angeschafft habe. Ausnahmen bilden da einzig Repertoire-Ergänzungen aus der Neuen Musik, und auch da beschränkt sich das bei mir auf sehr wenige Komponisten. Alles andere hat Zeit, bis es bei ebay auftaucht. Insofern finde ich es interessant, wenn das Geschäft bei den von Dir genannten Labels tatsächlich 'wie geschmiert' laufen sollte; schließlich stehen ja bei vielen hier Mozart-Quartette oder Liszt-Klavierwerke schon in der einen oder anderen Aufnahme im Schrank; und wenn ich ein Werk schon habe, dann brauche ich zumeist einen richtig überzeugenden Grund, eine Alternativ-Interpretation anzuschaffen; zumindest zum Hochpreis.