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 Betreff des Beitrags: Best of...
BeitragVerfasst: Mittwoch 25. November 2009, 12:47 
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Registriert: Mittwoch 21. Januar 2009, 12:54
Beiträge: 1
Wohnort: bei Karlsruhe
Hallo,

Frage an die geschätzte Expertenrunde:

Was sind eurer Meinung nach die (soundmäßig und interpretatorisch)
besten Aufnahmen von

- Beethoven, Klaviersonaten
- Beethoven, Sinfonien
- Brahms, Streichquartette
- Rachmaninov, Klavierkonzerte
- Prokoview, Sinfonien
- Bruckner, Sinfonien

Danke im Voraus!!

Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Best of...
BeitragVerfasst: Donnerstag 26. November 2009, 16:57 
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Registriert: Samstag 28. Juni 2008, 20:58
Beiträge: 464
Hallo Klaus,

willkommen im Forum! Deine Frage ist so eigentlich unmöglich zu beantworten, da hier eigentlich nie Einigkeit besteht, was denn von einem bestimmten Werk die besten Aufnahmen sind (und wenn man dann auch noch die Klangtechnik mitbedenken muß....). Zumindest für Bruckner und die Beethoven-Symphonien kann ich Dir nur empfehlen, die entsprechenden Threads im Bereich Sinfonia Concertante zu lesen; da gibt es bereits einige Meinungen von unterschiedlichen Mitgliedern.

Daß wir zu den Beethoven-Sonaten, den Brahms-Quartetten, den Prokofieff-Symphonien und Rachmaninov-Konzerten noch gar keine Threads haben, fällt mir jetzt erst auf... hmm... ich fühle mich da unkompetent; also an die anderen: wer traut sich? ;) Aber macht bitte eigene Threads dafür auf.

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“Before I compose a piece, I walk around it several times, accompanied by myself.”
Erik Satie


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 Betreff des Beitrags: Re: Best of...
BeitragVerfasst: Samstag 16. Januar 2010, 16:11 
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Registriert: Dienstag 1. Juli 2008, 23:59
Beiträge: 632
holdrio hat geschrieben:
Hallo,

Frage an die geschätzte Expertenrunde:

Was sind eurer Meinung nach die (soundmäßig und interpretatorisch)
besten Aufnahmen von

- Beethoven, Klaviersonaten
- Beethoven, Sinfonien
- Brahms, Streichquartette
- Rachmaninov, Klavierkonzerte
- Prokoview, Sinfonien
- Bruckner, Sinfonien

Danke im Voraus!!

Klaus



Ein Best of... möchte ich nicht beantworten, zumal es von den genannten Werken zuviele Aufnahmen gibt und mich Best of... an "nervige"/überflüssige 1CD-Klassik-Kompilationen erinnert.



Aber ganz kurz eine Auswahl:

An Beethoven-Symphonien hatte ich zuletzt diese erwähnt und rezensiert:

Hogwood und Harnoncourt hatten hier ebenfalls Anklang gefunden.
Die preiswertesten Beethoven-Symphonien:
Der vielleicht billigste und trotzdem nicht schlechteste Beethoven-Zyklus mit dem Royal Philharmonic Orchestra:

oder kostenlose mp3-Downloads mit Mono-Aufnahmen von Furtwängler oder De Sabata: :arrow: http://www.liberliber.it/audioteca/b/beethoven/index.htm
bzw. mit dem Peabody Concert / Symphony Orchestra: :arrow: http://www.peabody.jhu.edu/pcorecordings und :arrow: http://www.peabody.jhu.edu/psorecordings.






Kurze Bruckner-Symphonien-Übersicht (nur je 1 empfehlenswertes oder zumindest hörenswertes "Beispiel"):












Nach meiner diesmal aber subjektiven Einschätzung gefällt mir "dieser" Rachmaninov:

Bekannter sind: Ashkenazy, LSO, Previn.








Hier und da gelobt und empfohlen, obwohl mit glattem, großem Orchesterklang: Die Berliner Philharmoniker mit Seiji Ozawa. Meines Erachtens aber noch nicht das A und O zu Prokofiews gesamten Symphonien.









Allein die enthaltene Leutnant-Kije-Suite ist z.B. hier m. E. schöner gelungen (oder von Abbado, DG):



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 Betreff des Beitrags: Re: Best of...
BeitragVerfasst: Samstag 16. Januar 2010, 16:29 
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Registriert: Samstag 28. Juni 2008, 20:58
Beiträge: 464
aaltenb hat geschrieben:
Meines Erachtens aber noch nicht das A und O zu Prokofiews gesamten Symphonien.


Nur mal kurz bei einem Bekannten reingehört, aber durchaus angetan (nicht nur des Preises wegen):



Die schon fast legendären Aufnahmen mit Walter Weller aus den 70ern, ursprünglich auf Decca, jetzt bei Brilliant. Bei Zweitausendeins noch billiger. Kennst du die und würdest du trotzdem Ozawa vorziehen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Best of...
BeitragVerfasst: Samstag 16. Januar 2010, 17:52 
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Beiträge: 632
Tommaso hat geschrieben:
Nur mal kurz bei einem Bekannten reingehört, aber durchaus angetan (nicht nur des Preises wegen):



Die schon fast legendären Aufnahmen mit Walter Weller aus den 70ern, ursprünglich auf Decca, jetzt bei Brilliant. Bei Zweitausendeins noch billiger. Kennst du die und würdest du trotzdem Ozawa vorziehen?

Guter Tipp, habe LSO/W. Weller mal kurz angespielt und die Aufnahmen erscheinen mir "rhythmisch-differenzierter" als besagte mit den Berliner Philharmonikern. Vielleicht ein Anlass, sich mit Aufnahmen Walter Wellers, der auch das Weller-Quartett gründete, zu beschäftigen. Herbert von Karajan hatte ich mit der 1. (DDD) und 5.Symphonie (ADD) übrigens lieber als Ozawa mit demselben Orchester gehört: Bei Karajan wirkte das Orchester meines Erachtens schlanker, die Symphonien schwungvoll und genussvoll, so dass diese CD-Version z.B. im FF-Führer einst als Referenz galt. Hat Seiji Ozawa in erster Linie von dieser Prokofiew-Erfahrung des Orchesters mit Herbert von Karajan einen Vorteil gehabt? Jedenfalls kann man den perfekten, aber auch etwas glatt-routinierten Klang unter Ozawa nach längerem Hören gerade bei Prokofiews Symphonien nach meinem subjektiven Höreindruck satt haben. Mit anderen Worten: "Ganz gut, aber ...".


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 Betreff des Beitrags: Re: Best of...
BeitragVerfasst: Sonntag 17. Januar 2010, 11:28 
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Beiträge: 332
Wohnort: Köln
Ich habe ebenfalls die besagte Box kurz mein eigen genannt, da ich aber die (klanglich und interpretatorisch) überragenden Einspielungen von Neeme Järvi auf CD und die wirklich wirklich hörenswerte Einspielung von Gennadij Rozdestvenskij (Melodiya/Eurodisc) als LP besitze, habe ich sie weitergegeben. Generell würde ich aber die Weller-Aufnahmen ins obere Drittel der Prokofiev-Interpretationen packen. Karajan und Prokofiev... Herrjemine... das stelle ich mir ganz grausig vor. Die mir bekannten Interpretationen der russischen Meister des 19. und 20. Jahrhunderts finde ich allesamt schrecklich. Das hat - wie so oft beim Herbert - nur bedingt etwas mit den eigentlichen Werken zu tun und ist immer eine hübsche Selbstinszenierung, bzw. die Inszenierung seines Sounds.

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"Vivan le femmine!
Viva il buon vino!
Sostegno e gloria d'umanità!"

(W. A. Mozart/ L. da Ponte aus "Don Giovanni", 2. Akt)


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 Betreff des Beitrags: Re: Best of...
BeitragVerfasst: Sonntag 17. Januar 2010, 14:43 
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Registriert: Dienstag 1. Juli 2008, 23:59
Beiträge: 632
sal hat geschrieben:
Ich habe ebenfalls die besagte Box kurz mein eigen genannt, da ich aber die (klanglich und interpretatorisch) überragenden Einspielungen von Neeme Järvi auf CD und die wirklich wirklich hörenswerte Einspielung von Gennadij Rozdestvenskij (Melodiya/Eurodisc) als LP besitze
Die "besagte" mit Weller (nicht Ozawa?) meinst Du?
Jetzt wurde also als einzige CD-Box N. Järvi als "überragend" benannt.
Bei Herbert von Karajan wird die "Klassische Symponie" zum Musterbeispiel "gefälliger" Symphonik (trifft auch zu für Bernstein, CBS) aber ich wollte das "neutral" ausdrücken. Seine typische Ästhetik, geradezu "Überästhetisierung", findet man doch bereits in den Mono-Aufnahmen mit den Wiener Philharmonikern oder dem Philharmonia Orchestra und ob man das als künstlerisch wertvoll einschätzt oder nicht, ist nicht zuletzt eine Frage des Geschmacks...




Unwillkürlich zieht man eine Parallele, wenn Seiji Ozawa die Prokofiew-Symphonien 1989-1992 mit den Berliner Philharmonikern aufnimmt und fragt sich, wo da noch der "Karajan-Sound" mitschwingt und die "Klassische" Symphonie Nr.1 klang m. E. zumindest, hmm, etwas origineller unter Karajan. Bei Schostkowitsch sehe ich das kritischer - die ebenfalls so oft als Referenz genannte 10. ist mir nicht ausdrucksstark genug und an dieser Stelle erspare ich mir Kritik an digitalen Nachbearbeitungen schon digitaler Aufnahmen in der Serie Karajan Gold*:




* doch ich muss wieder was loswerden, denn von Schostakowitsch oder von The Planets in der Serie Karajan Gold war nicht nur ich enttäuscht:
"I once had 5 versions of his Shostakovich:
1. Digital, non-Gold initial release
2. Galleria
3. Gold
4. "Originals"
5. "Originals" (from another vendor)
#1 is the best. The first timpani stroke gives it away - it's definitely clearer. Hi and low strings come out more in tuttis, and to my ears the frequency range somehow is wider in #1. In mvt 3 as well, the percussions are crisp in #1, more muffled in the others.
Another comparison I did was on his last recording (Bruckner 7).
The initial release again sounded sharper, brighter, and more defined than the 'Gold'."
"My only experience here is that of owning both the earlier digital CD of The Planets and the later Karajan Gold re-master. I must say that the earlier issue is superior. By comparison, the Karajan Gold version sounds artificial and one could be forgiven for believing that the strings were plastic!"

Quelle: http://hvk1955.proboards.com/index.cgi?board=audiorecordings&action=display&thread=182


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 Betreff des Beitrags: Re: Best of...
BeitragVerfasst: Montag 24. Mai 2010, 13:59 
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Registriert: Dienstag 1. Juli 2008, 23:59
Beiträge: 632
Diese CD mit Live-Aufnahmen mit den Leningrader Philharmonikern und Jurij Temirkanov (1990 und 1989, DDD) hatte auf dem "Wühltisch" 1 Euro gekostet. Lebendige und ausdrucksstarke Darbietungen, helles Klangbild (teils sehr hell, etwas unscharf wie übersteuert), aber alles in allem "packender" als z.B. Herbert von Karajans auf "Wohlklang" polierte, bekannte DG-Version oder Rudolf Barshai bei Collins.


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