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 Betreff des Beitrags: Tipp: Mitschnitte des WDR-Programms mit WDR-Radiorekorder
BeitragVerfasst: Freitag 15. August 2008, 09:24 
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Wer über einen komfortablen DSL-Anschluss verfügt (das dürften die meisten hier sein), dem sei von meiner Seite der vor einigen Monaten erschienene WDR-Radiorekorder wärmstens empfohlen. Es handelt sich dabei um ein (kostenloses) Programm, mit dessen Hilfe man via Mausklick Sendungen aller 6 Radiosender des WDR (EinsLive, WDR2, der Klassiksender WDR3, WDR4, WDR5, Funkhaus Europa) programmieren/ aufnehmen kann.

Die Aufnahmen gelingen in der Regel tadellos, wenn man folgende Punkte beherzigt:

  • Der Computer muss angeschaltet sein!
    Der WDR-Radiorekorder nutzt für die Aufzeichnung die eigene DSL-Leitung (und greift nicht auf einen allgemeinen Pool von Aufnahmen zu, wie das die Online-Videorekorder tun!).
    Das Programm startet sich zwar unsichtbar (und unhörbar) im Hintergrund (sofern eine bestimmte Sendung programmiert ist), der Rechner selbst muss während der gesamten Aufzeichnung laufen und die DSL-Leitung muss "frei" sein (das Modem/ der Router darf nicht aufgelegt werden oder vom Rechner getrennt werden). Das Programm startet den Stream zur programmierten Zeit und nimmt die Sendung automatisch auf und legt die Datei in einen vordefinierten Ordner ab. Nun kann man die Datei entweder mit dem Radiorekorder selbst anhören oder die Datei mit einem beliebigen Soft- oder Hardware-MP3-Player abspielen. Es werden 128KBps-MP3 generiert. Während der Aufnahme kann man das Programm starten und in die Aufnahme reinhören und danach auch wieder beenden. Die Aufnahme läuft separat im Hintergrund weiter.
  • Zwangstrennung beachten!
    DSL-Leitungen werden üblicherweise nach 12 - 24 Stunden für einen kurzen Moment vom Provider getrennt. Beim Surfen fällt diese wenige Sekunden lange Pause in der Regel nicht auf. Beim Abspielen und Aufzeichnen eines Live-Streams bedeutet dies aber, dass der Stream kurz unterbrochen (und in der Regel wiederaufgenommen) wird. Wer dies vermeiden will, sollte rechtzeitig vor der Aufnahme das Modem selbsttätig kurz offline setzen. So kommt man in der Regel einem unerwünschten Drop-Out zuvor.
  • Volumen beachten!
    Beim Aufzeichnen mehrstündiger Sendungen kommen schnell ein paar hundert MB zusammen. Man sollte folglich darauf achten, dass genügend Platz auf der entsprechenden Festplatte vorhanden ist. Bei 128KBps-MP3s kann man pro Minute kann man ca. 1 MB Speicherplatz veranschlagen.
    Wer eine volumenabhängigen DSL-Vertrag hat, muss darauf achten, dass er mit den Aufzeichnungen nicht schnell den Rahmen sprengt.
  • DSL-Leitung nicht "überlasten"
    Wenn gerade eine Sendung aufgezeichnet wird, ist es ratsam die DSL-Leitung nicht unnötig zu belasten. Ein Teil der Kapazität wird ja für eine "sichere" Übertragung des Radio-Streams benötigt. Up- und Download-intensives Nutzen der Leitung sollte vermieden werden, also keine hochauflösenden Streams, keine Bittorrent-Downloads oder Server-Uploads mit Höchstgeschwindigkeit o.ä., sonst "reißt" der Stream und es entsteht eine Lücke in der Aufnahme.
  • Leider keine anderen Sender
    Derzeit ist es nicht möglich mit dem WDR-Radiorekorder andere Sender wie zum Beispiel Deutschlandradio, SWR2, MDR Klassik, NDR Kultur, Bayern 4 Klassik usw. aufzunehmen. Diese Sender bieten meines Wissens nach auch keine vergleichbare Software für Laien an. Dennoch ist es möglich auf diese Streams legal mitzuschneiden, dafür werde ich aber zu einem späteren Zeitpunkt ein kleines Tutorial erstellen.

Beachtet man diese Punkte, so kann man schnell einige schöne Konzertmitschnitt legal und ohne zusätzliche Kosten sein Eigen nennen. Gerade WDR3 bietet quasi jeden Tag interessante Konzerte und Sendungen.

Ein letzter Tipp: Nicht alle Sendungen muss man aufzeichnen. Einige Sendungen sind auch als Podcast direkt von der WDR-Seite downloadbar. In den Podcasts fehlen aber in der Regel linzenzpflichtige Musikstücke. Wortbeiträge sind in der Regel ungekürzt.

Die Startseite des WDR-Radiorekorders :arrow: http://www.wdr.de/radio/home/radiorecor ... ndex.phtml
Eine Kurzanleitung :arrow: http://www.wdr.de/radio/home/radiorecor ... kurz.phtml
Das Podcastangebot des WDR :arrow: http://www.wdr.de/radio/home/podcasts/index.phtml

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 Betreff des Beitrags: Re: Tipp: Mitschnitte des WDR-Programms mit WDR-Radiorekorder
BeitragVerfasst: Dienstag 19. Mai 2009, 19:56 
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Beim SWR gibt es ebenfalls jede Woche eine Konzertaufnahme kostenlost zum Herunterladen, das "SWR Musikstück der Woche"
http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
diese Woche z.B. die erste Cellosonate von Brahms mit Alban Gerhardt und Steve Osborne.

Im Archiv
http://www.swr.de/swr2/musik/musikstueck/archiv/-/id=2940346/gieis6/index.html
gbit es die alten Musikstücke der Woche zum Anhören


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 Betreff des Beitrags: Phonostar
BeitragVerfasst: Samstag 6. März 2010, 19:31 
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Ich experimentiere momentan mit dem Player von phonostar. Damit kann man auch IRadio-Sendungen - auch andere als die des wdr - als wav oder mp3 mitschneiden. Die notwendige Nachbearbeitung - zuschneiden und gegebenenfalls aufteilen der Aufnahme zwecks Brennen auf cd - erfolgt mit audacity.

Die Tipps von sal gelten aber auch hier.

http://www.phonostar.de/

http://audacity.sourceforge.net/?lang=de

Viele Grüße

Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: Phonostar
BeitragVerfasst: Donnerstag 1. April 2010, 16:26 
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Ahoi,

zatopek hat geschrieben:
Ich experimentiere momentan mit dem Player von phonostar. Damit kann man auch IRadio-Sendungen - auch andere als die des wdr - als wav oder mp3 mitschneiden. Die notwendige Nachbearbeitung - zuschneiden und gegebenenfalls aufteilen der Aufnahme zwecks Brennen auf cd - erfolgt mit audacity.


Ich glaube, das Problem bei Phonostar ist, dass nicht der Stream direkt aufgenommen wird, also so, wie er gesendet wird, sondern recodiert wird. Das ist ein klanglicher Unterschied: Intern wird dann aus dem gesendeten MP3-Stream ein WAV gemacht, dass dann wieder zu einem MP3 verarbeitet wird, im Falle von Phonostar ein MP3 mit variabler Bitrate, wenn ich das recht in Erinnerung habe.

Ich würde die Sachen nach Möglichkeit nicht recodieren. Aber vielleicht bin ich da auch übermäßig paranoid.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tipp: Mitschnitte des WDR-Programms mit WDR-Radiorekorder
BeitragVerfasst: Donnerstag 1. April 2010, 18:31 
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Ich kenne keinen i-Radio-Sender der unkomprimierte Sendungen streamt. Da ich mit Phonostar die Sendungen als wav-Dateien aufnehme und dann weiterbearbeite (direkt auf CD-brennen, oder als flac-datei in meiner Musikbibliothek abspeichere), dürfte doch das recodieren entfallen, oder ?

Vielleicht bin ich zu anspruchslos, aber mir reicht die Qualität durchaus.

De Phonostar-Player ist sicherlich nicht die erste Wahl. Mich nervt das langsame starten, aber für die Vollversion zahlen, will ich auch nicht. Ich bin für alles offen: wenn es etwas Besseres gibt, her damit !

Viele Grüße,

Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: Tipp: Mitschnitte des WDR-Programms mit WDR-Radiorekorder
BeitragVerfasst: Donnerstag 1. April 2010, 19:29 
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zatopek hat geschrieben:
Ich kenne keinen i-Radio-Sender der unkomprimierte Sendungen streamt. Da ich mit Phonostar die Sendungen als wav-Dateien aufnehme und dann weiterbearbeite (direkt auf CD-brennen, oder als flac-datei in meiner Musikbibliothek abspeichere), dürfte doch das recodieren entfallen, oder?


Naja, das ist ja gerade der Punkt. Kein Sender sendet (übers Web) unkomprimiert. Ob Du nun das komprimierte Material noch einmal komprimierst oder es auch nur als WAV speicherst, die "Komprimierung" bleibt, d.h. die Daten, die bei der ursprünglichen Komprimierung vom Sender aus 'verloren' gegangen sind (abgeschnitten worden sind, um es genauer zu formulieren, nämlich jenseits der Grenze der von Menschen hörbaren Schwingungen), werden auch nicht durch ein Schreiben der Daten als WAV oder FLAC wiederhergestellt. Klar, für eine Audio-CD musst Du sie als WAV konvertieren (bzw. - das machen ja quasi alle Brennprogramme heute automatisch), aber das Speichern als FLAC bringt keinen Qualitätsgewinn - die "Klangmenge" ist die gleiche, nur die Hülle drumherum wird größer.
Und beim Recodieren der ohnehin schon komprimierten Daten werden die noch einmal beschnitten und es kann zu sogenannten Artefakten kommen - und das hört man. Digitaler Klangmüll, der meistens als unangenehmes Klirren vernehmbar ist.

Ich versuche komprimierte Daten so "original" wie möglich zu belassen - wenn sie ordentlich komprimiert sind, dann reicht das auch. Vielleicht kann ja Phonostar auch den Stream "as is" aufnehmen, ohne Recordierung. Der RarmaRadiorecorder, den ich mal eine Zeit lang genutzt habe, konnte das zumindest.

zatopek hat geschrieben:
Vielleicht bin ich zu anspruchslos, aber mir reicht die Qualität durchaus.


Es kann ja auch sein, dass das Ding exzellente Aufnahmen macht oder dass die Streaming-Qualität der aufgenommenen Aufnahmen immer so gut war, dass man wirklich nichts hören konnte. Gut ist, was für Dich funktioniert. Ich bin kein Audiophiler, der glaubt, man könne Musik nur in der bestmöglichen Aufnahme- und Wiedergabetechnik hören - im Gegenteil: Gute Musik sollte auch aus dem Radiowecker gut sein.

zatopek hat geschrieben:
Der Phonostar-Player ist sicherlich nicht die erste Wahl. Mich nervt das langsame starten, aber für die Vollversion zahlen, will ich auch nicht. Ich bin für alles offen: wenn es etwas Besseres gibt, her damit !


So weit ich weiß gibt es kein komfortables Mitschnittprogramm kostenlos. Alle haben Vor- und Nachteile. Rarma schien mir allerdings zumindest ordentlich zu arbeiten, aber ein bisschen nachfummeln muss man immer (URLs der Senderstreams usw.). Der Streamripper (als Winamp-Plugin) erzielt gute Ergebnisse, wenn man eine Stream-URL hat, die man einfach so in Winamp einfügen kann. Was man nicht bei jedem Radiosender so einfach findet.

Die Standalone-Programme des WDR und des DeutschlandRadio/DLF wären ideal, wenn sie nicht auf den jeweiligen Sender begrenzt wären. Mir würde schon ein ARD-Radiorecorder weiterhelfen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tipp: Mitschnitte des WDR-Programms mit WDR-Radiorekorder
BeitragVerfasst: Freitag 2. April 2010, 13:02 
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sal hat geschrieben:
die "Komprimierung" bleibt, d.h. die Daten, die bei der ursprünglichen Komprimierung vom Sender aus 'verloren' gegangen sind (abgeschnitten worden sind, um es genauer zu formulieren, nämlich jenseits der Grenze der von Menschen hörbaren Schwingungen)


:shock: schön (oder auch nicht), daß sich dieses Gerücht immer noch so hartnäckig hält.... ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Tipp: Mitschnitte des WDR-Programms mit WDR-Radiorekorder
BeitragVerfasst: Freitag 2. April 2010, 22:08 
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sal hat geschrieben:
Naja, das ist ja gerade der Punkt. Kein Sender sendet (übers Web) unkomprimiert. Ob Du nun das komprimierte Material noch einmal komprimierst oder es auch nur als WAV speicherst, die "Komprimierung" bleibt, d.h. die Daten, die bei der ursprünglichen Komprimierung vom Sender aus 'verloren' gegangen sind (abgeschnitten worden sind, um es genauer zu formulieren, nämlich jenseits der Grenze der von Menschen hörbaren Schwingungen), werden auch nicht durch ein Schreiben der Daten als WAV oder FLAC wiederhergestellt.


Ist schon klar. Aber andererseits werden durch die Umwandlung in wav oder flac wohl nicht noch mehr Informationen verlorengehen, oder ?

Ich muss zugeben, ich weiss nicht, ob der phonostar player tatsächlich erstmal alle Streams als wav datei speichert um sie dann, wenn man es will, zum mp3 zurückkonvertiert. Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Das wäre ja doppelte Arbeit.

Aber ich hab davon ehrlich gesagt auch keine Ahnung :oops:

Viele Grüße,

Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: Tipp: Mitschnitte des WDR-Programms mit WDR-Radiorekorder
BeitragVerfasst: Samstag 3. April 2010, 10:21 
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zatopek hat geschrieben:
Aber andererseits werden durch die Umwandlung in wav oder flac wohl nicht noch mehr Informationen verlorengehen, oder ?


Nein, aber es werden auch keine Daten beigefügt. Deine Flacs zum Archivieren enthalten genau dieselben Daten wie die ursprünglichen MP3s. Den Platz kannst Du Dir sparen.

zatopek hat geschrieben:
Ich muss zugeben, ich weiss nicht, ob der phonostar player tatsächlich erstmal alle Streams als wav datei speichert um sie dann, wenn man es will, zum mp3 zurückkonvertiert. Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Das wäre ja doppelte Arbeit.


Auch ein Recodieren würde weiteren Datenverlust bedeuten, selbst wenn das Programm in 192 kbps gesendet wird und Phonostar das Ding in 192 kbps recodiert, bedeutet das eine Verschlechterung des Ausgangsmaterials. Nur wenn er die Sachen "as is" abspeichert, gäbe es keinen zusätzlichen Qualitätsverlust. Ich glaube, ich gucke mir mal das Teil an ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Tipp: Mitschnitte des WDR-Programms mit WDR-Radiorekorder
BeitragVerfasst: Samstag 3. April 2010, 18:08 
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Tommaso hat geschrieben:
sal hat geschrieben:
die "Komprimierung" bleibt, d.h. die Daten, die bei der ursprünglichen Komprimierung vom Sender aus 'verloren' gegangen sind (abgeschnitten worden sind, um es genauer zu formulieren, nämlich jenseits der Grenze der von Menschen hörbaren Schwingungen)


:shock: schön (oder auch nicht), daß sich dieses Gerücht immer noch so hartnäckig hält.... ;)


So ist es aber doch eigentlich itendiert. Ich höre bei niedrig komprimierten Files auch den Unterschied, aber de facto werden doch vor allem jene Töne jenseits der Hörgrenze komprimiert, ansonsten: Kläre uns auf.

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