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 Betreff des Beitrags: Rimski-Korsakow - Scheherezade
BeitragVerfasst: Dienstag 26. August 2008, 17:58 
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Meine Freundin liebt dieses Stück, hat ihre LP aber daheim vergessen (sie ist aus GB hier nach D zu mir gezogen) und sucht nun nach einer guten Aufnahme, am besten auch auf CD. Da ich leider komplett überfragt bin, hoffe ich auf Eure Hilfe!


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 Betreff des Beitrags: Re: Rimski-Korsakow - Scheherezade
BeitragVerfasst: Dienstag 26. August 2008, 18:43 
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Zum Beispiel Ozawa:



Eine sehr farbenfrohe und mitreißende, auch klanglich gute Aufnahme. Zumindest auf meiner alten Vinyl-Version davon.

_________________
“Before I compose a piece, I walk around it several times, accompanied by myself.”
Erik Satie


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 Betreff des Beitrags: Re: Rimski-Korsakow - Scheherezade
BeitragVerfasst: Dienstag 26. August 2008, 18:47 
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Registriert: Dienstag 1. Juli 2008, 23:59
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heizi hat geschrieben:
[...] sucht nun nach einer guten Aufnahme, am besten auch auf CD.

Wirklich gefreut hat mich diese, vor allem auch klangl. exzellente Aufnahme, die ich einfach mal so mitgenommen hatte (Serie Classical Choice - DG):

Darauf hört man folgende Aufnahmen mit Boston Symphony Orchestra, Seji Ozawa (mit Aufnahmedaten):
Ravel: Bolero u. Alborada Del Gracioso [1,2](1974)
Chabrier: Espana [3](1988)
Rimsky-Korsakoff: Scheherazade op. 35 [4-7](1978) (Dürfte die gleiche wie von Tommaso sein?*)
Oft hat mich eine gewisse Kühle bei Ozawa oder Überbetonung des Schlagzeugs des (legendären) Boston Symphony Orchestra gestört, aber diese Aufn. klingt rel. warm und differenziert v.a. beim spektakulären Bolero und sehr erfreulich auch in den weiteren Stücken. Warum mehr Geld ausgeben bei solch guten Karten?




Ich habe noch zwei weitere Einspielungen:
Rimsky-Korsakov: Schéhérazade: Philharmonia Orchestra, Emmanuel Krivine (Denon)
Leider keine Abb. bei :arrow: amazon; die Krivine-Aufnahme hab' ich gezielt wegen Lob bei FonoForum gekauft, ist aber m.E. kaum besser als, evtl. eher gleichwertig mit Ozawa und zurzeit wohl nicht regulär verfügbar.


Maazel u. BPO erzeugen meines Erachtens bei Scheherazade einen (zu) dicken Klang (wirkt schnell "aufdringlich", während Boston Symphony/Ozawa sich noch gerade vor der Grenze des von mir noch gut tolerierten Klangvolumens befinden), trotzdem ist die Aufnahme Maazels mal hörbar, die Toteninsel (Rachamninoff) ist recht gut gelungen.







* Vorsicht: Auf der von mir gezeigten Ozawa-Aufn. bei Classical Choice gibt es vier Titel unter Sheherazade (1. Das Meer und Sindbads Schiff, 2. Die Geschichte vom Prinzen Kalender, 3. Der junge Prinz und die junge Prinzessin, 4. Das Fest in Bagadad - Das Meer - Schiffbruch) - bei Eloquence laut Amazon nur 3 Titel (4. fehlt??? - man weiß ja nie) --> Nein Korrektur: fehlt nur bei amazon.de, ist aber "viersätzig" auch bei Eloquence. Allerdings könnte die Ausg. Classical Choice 2008 neu remastert worden sein und der Klang ist zieml. spitzenmäßig.

Ein Dirigent, mit dem ich mehrheitl. gute Erfahrung gemacht habe, ist Yuri Temirkanow. Seine frühere Hochpreisversion von 1991 gibt es jetzt mit New York PO und der Russische Ostern Ouvertüre bei der Serie Esprit/RCA. Hört sich nicht schlecht an beim Anspielen bei jpc für meinen Geschmack (kenne die Aufn. sonst nicht - wär viell. was für mich als Alternativaufnahme ...):


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 Betreff des Beitrags: Re: Rimski-Korsakow - Scheherezade
BeitragVerfasst: Dienstag 26. August 2008, 19:29 
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Vielen Dank für Eure schnellen und hilfreichen Tipps. :-)

Ich werd's mal mit der von aaltenb vorgeschlagenen günstigen CD versuchen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rimski-Korsakow - Scheherezade
BeitragVerfasst: Freitag 29. August 2008, 19:57 
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Beiträge: 632
Gerade hab' ich mal unter Rezensionen bei RondoMagazin eine sehr gute über Chicago SO, Fritz Reiner (1960) mit Nikolai Rimsky-Korssakoffs Scheherazade op. 35 (+Strawinsky: Airs du rossignol) gefunden. In HiFiVision 7 / 87 war die Aufn. "in Interpretation und Klangqualität gut bis sehr gut" (s. jpc). Die Aufn. ist aber scheinbar zurzeit nicht gerade billig:

:arrow: RondoRezension Scheherazade, Reiner

(oder bei jpc)

Kurz angespielt hab ich neben Reiners Aufn., die ich nicht kenne, auch mal Muti (Serie Nipper Collection, EMI) und Celebidache (EMI). Dazu kann ich nur sagen, dass beide im Verh. sehr langsam spielen, vor allem im Vgl. zu Reiner.
[[Wenn ich selbst über die Anschaffung der Reiner-Aufn. zu diesem Neupreis überhaupt nachdenken sollte, müsste sie prakt. außer Konkurrenz sein (also "gut bis sehr gut" ist für mich nicht unbed. unerreichte Nr.1), oder ich müsste sie so für 3 bis 5 Euro bekommen. Trotzdem ist diese Interpretation wohl etwas Besonderes.]]


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 Betreff des Beitrags: Re: Rimski-Korsakow - Scheherezade
BeitragVerfasst: Sonntag 8. Februar 2009, 17:28 
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Eine 1-Euro-CD schlägt bei mir zurzeit alle meine anderen Scheherazade-CDs. Das dürfte Grund genug sein, es hier mal zu verkünden:
Also, dies ist im Original die gekaufte CD:
Bild
Rimsky Korsakoff: Scheherazade op.35, Radio Symphonieorchester Ljubljana, Dirigent: Anton Nanut, DDD, Vienna Sound Classics, Exklusiv-Vertrieb MCP-Records CD 155.015.
BildBild: Wikipedia
Anton Nanut (zur :arrow: Biographie, Homepage) ist wahrlich kein unbekannter Dirigent und vor allem durch viele Klassik-CDs mit dem Radio Symphonieorchester Ljubljana, jetzt wohl benannt als RTV Slovenia Symphony Orchestra (Simfonični orkester RTV Slovenije), im Billigsektor bekannt.
In der Regel geraten CDs mit Anton Nanut schon alleine aufgrund eines oft etwas blockartigen Ochesterklanges, der evtl. auf Aufnahmebedingungen zurückzuführen ist, nicht in die Kategorie von Referenzeinspielungen.

Die oben abgebildete Scheherazade-CD besticht aber durch eine sehr sensible, an den richtigen Stellen geradezu zarte Interpretation und ein praktisch audiophiles Klangbild, das die Instrumentengruppen, Harfe und Solovioline sehr gut zur Geltung kommen lässt. Dieser gute Klangeindruck der Aufnahme entsteht sowohl mit der 4-Lautsprecher-Anlage als auch auf kleinem Stereogerät. Lediglich im 4.Teil evtl. kurzes Hinterherbummeln beim Orchester, das aber durch den audiophilen Klangeindruck und überhaupt den positiven Gesamteindruck einer Gewinnerstellung dieser CD nichts anhaben kann. Das "riesige" Orchester, die "schwierige" Partitur des Werkes erklingen hier sehr angenehm und erzählen erfreulicherweise spannende (und nicht breite) Geschichten aus "Tausend und einer Nacht". Zugleich trifft die Interpretation die richtige Dosierung der milde und sensibel, aber nicht süßlich klingenden Soloeinlagen.
Vergleichsaufnahmen:
Boston Symphony, Ozawa (DG/Universal), Philharmonia Orchestra, Krivine (Denon), BPO, Maazel (DG)

PS.: Die Aufnahme gibt es bei amzon.de unter anderen "Labels", z.B. :arrow: Pilz oder Bella Musica; die Bewertung gilt aber nur für die oben im Original abgebildete und benannte CD, da die gleichen Billigaufnahmen je nach Produktion klanglich sehr unterschiedlich ausfallen können.

Andere Beiträge zu Anton Nanut im Forum finden sich hier:
:arrow: Brahms u.Tschaikowsky: Klavierkonzerte Nr.1, Beethoven
:arrow: Mahler Symphonie Nr.5


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 Betreff des Beitrags: Re: Rimski-Korsakow - Scheherezade
BeitragVerfasst: Sonntag 21. Februar 2010, 16:40 
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Registriert: Dienstag 1. Juli 2008, 23:59
Beiträge: 632
aaltenb hat geschrieben:
heizi hat geschrieben:
[...] sucht nun nach einer guten Aufnahme, am besten auch auf CD.
Ein Dirigent, mit dem ich mehrheitl. gute Erfahrung gemacht habe, ist Yuri Temirkanow. Seine frühere Hochpreisversion von 1991 gibt es jetzt mit New York PO und der Russische Ostern Ouvertüre bei der Serie Esprit/RCA. Hört sich nicht schlecht an beim Anspielen bei jpc für meinen Geschmack (kenne die Aufn. sonst nicht - wär viell. was für mich als Alternativaufnahme ...):

Hab' gerade zufällig eine sehr gute Kritik (gekennzeichnet als "Veröffentlichung mit besonderer interpretatorischer Bedeutung" und mit "hervorragender aufnahmetechnischer Qualität") in Fono Forum 6/1993 gesehen. Dort steht bzw. stand zu lesen: "Eine reine Freude! Wer die New Yorker Philharmoniker beispielsweise unter Masur im Ohr hat, der wird sie hier kaum wiedererkennen: Soviel an schierer Klangsinnlichkeit [...] er garantiert dafür, daß die Instrumentalfarben-Polyphonie nicht vordergründig-vorlaut wird und die Transparenz leidet" (Werner Pfister).


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